Achtsamkeit, Alte Donau Wien

Achtsamkeit ist ein Prinzip, das heute in verschiedenen Therapiemethoden eine große Rolle spielt. Schon Buddha hat vor 2500 Jahren in seinen Reden das unachtsame Leben thematisiert. In den letzten 25 Jahren sind achtsamkeitsbasierte Methoden zur Behandlung psychischer Leidenszustände immer mehr in den Fokus der Forschung geraten. Und es zeigt sich: Achtsamkeit hat nachweislich positive Effekte auf Wohlbefinden, Gesundheit und Zufriedenheit.

In meiner Praxis biete ich Achtsamkeits-Workshops und monatliche Übungsabende an.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist eine besondere Art der Aufmerksamkeit. Es geht um die bewusste Wahrnehmung im Hier und Jetzt. Wir wollen uns dem aktuellen Moment (nicht Vergangenem oder Zukünftigem) widmen. Ich muss meine momentanen Gedanken und Gefühle nicht verändern.

Anders gesagt: Durch die gezielte Konzentration auf den Moment, ohne sich in den Gedanken zu verlieren, die immerzu durch unseren Kopf schwirren, werden wir gelassener, zufriedener und letztlich gesünder. Auch wenn es in unserem Leben oft Belastungen, Schmerzen oder Sorgen gibt. In der Regel haben wir immer noch mehr gesunde als kranke Anteile. Doch die nehmen wir als selbstverständlich hin. Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, die wie jede andere geübt werden kann. Wie ein Muskel wird sie stärker und besser, wenn man sie trainiert.

Was ist Achtsamkeit, Wiener Wald
Achtsamkeit, Boot am Strand
Achtsamkeit, Sonnenuntergang

Wie Achtsamkeit hilft

Häufig wollen wir unangenehme Gedanken und Gefühle loswerden. Das braucht ziemlich viel Energie. Zentral in der Achtsamkeitspraxis ist es, Dinge mal nicht anders haben zu wollen sondern eben zu sein und so gelassener auf Unangenehmes reagieren zu können. In der Achtsamkeitspraxis MBSR (Mindfullness-Based-Stress-Reduction) wird einerseits formal geübt, also meditiert, was durch CDs unterstützt werden kann. Diese "Meditation" gestaltet sich aber anders als viele erwarten würden. Wir konzentrieren uns dabei auf unseren Atem. Oft bemerken wir erst in dieser hochkonzentrierten Haltung, wieviele Gedanken uns immerzu durch den Kopf gehen. Die Übung ist es, sie zu beobachten und zu akzeptieren. Auch wenn sie unangenehm sind. Nach und nach entwickeln wir Gelassenheit und innere Ruhe. Informell können wir in jedem alltäglichen Moment achtsam sein - beim Sprechen, Kochen, Arbeiten, oder Essen. Eng damit verbunden ist auch unsere Genussfähigkeit. Denn häufig leidet sie auch darunter, wenn wir psychisch belastet sind.

Menschen, die Achtsamkeitsprogramme zur Stressreduktion suchen, haben ganz unterschiedliche Probleme. Nicht allein die Diagnose bestimmt unser Leiden. Das ganze Ausmaß ergibt sich aus Erfahrungen, Ängsten und der Art, wie wir bewerten, was uns passiert. Die Therapie und Behandlung auf Achtsamkeits-Basis findet sich in verschiedenen Behandlungsansätzen. So kann sie die Gesprächstherapie ergänzen. Die Entwicklung von Achtsamkeit bleibt also nicht auf das Üben beschränkt, sondern wird zur Basis der Behandlung von Angst-, Depressions- und Stresssymptomen. Diese können durch Achtsamkeitsverfahren nachweislich vermindert werden.